Hühner und Permafrost – wie passt das zusammen? Wenn die toten Hühner für den Weg von der Fabrik zum Kunden haltbar gemacht  werden, werden sie tiefgefroren. So ähnlich geschah es auch mit großen Teilen des Bodens unseres Planeten in der letzten Eiszeit: Er gefror und ist bis heute wie eine riesige Tiefkühltruhe. Bis zu 1,5 Kilometer dicke Erdschichten, die dauerhaft eine Temperatur unter 0 ºC  aufweisen. Das nennt man Permafrost. Durch die Klimaerwärmung fängt der aber an aufzutauen, so wie tiefgekühlte Hühner, die man bei Raumtemperatur liegen lässt. Das tauende Huhn ist danach schließlich immer noch da und fließt nicht wie ein schmelzender Eiswürfel vom Tisch, aber es verliert seine Festigkeit und lässt sich verformen. Dieser Vergleich von Hühnern mit Permafrost stammt vom US-amerikanischen Forscher Larry Hinzman. Wir haben uns bei der Wahl des Projekt-Namens davon inspirieren lassen: „The Chicken Theory“. Welche Folgen das Tauen der Böden für unsere Umwelt und uns Menschen hat, wollen wir in den kommenden Tagen hier aufzeigen. Wir, dass sind Bella, Tobi, Sakina, Steve, Jonas und unsere Dozentin Tong-Jin. Wir studieren Journalismus an der Dekra-Hochschule für Medien und sind vom 20. bis 24. Juli auf der Internationalen Permafrostkonferenz ICOP in Potsdam.