Die Projektziele

Das Projekt zwischen der DEKRA Hochschule für Medien und dem REKLIM-Forschungsverbund zielt auf eine innovative Kooperation zwischen Wissenschaft und jungen Medienmachern. In Interviews, Berichten und Best-of-Day-Videos stellen die angehenden JournalistInnen und FilmemacherInnen auf Social Media Kanälen und der ICOP-Webseite der Öffentlichkeit Informationen über die Ergebnisse der aktuellen Permafrostforschung und der Konferenz zur Verfügung. Die Forschung um das Thema Permafrost wird hierdurch greifbar und verständlich; die Folgen des Klimawandels sind in den Permafrostregionen dieser Erde bereits deutlich sichtbar.

Unter den acht REKLIM Forschungsschwerpunkten beschäftigt sich Thema 3 mit regionalen Klimaänderungen in der Arktis und seinen Permafrostregionen. Wichtige Forschungsfragen in diesem Kontext sind:

Wie wirkt sich der Klimawandel auf den arktischen Ozean, das Meereis – und die Permafrostregionen aus? Was sind die Wechselwirkungen zwischen Kryosphäre, Landoberflächen, Ozean und Atmosphäre? Kann unser zunehmender Fortschritt in neuen Technologien und Messmethoden das Verständnis von klimarelevanten Prozessen in den hohen Breiten verbessern?

Um Antworten auf diese Fragen zu finden werden Fernerkundungsverfahren, Feldmessungen und Modellrechnungen eingesetzt und kombiniert. REKLIM verfolgt die Entwicklung von Technologien und Methoden, um die Beobachtungen zu verbessern und die Arbeit auf verschiedenen räumlichen und zeitlichen Skalen besser zu verknüpfen. Auf diese Weise können verbesserte Randbedingungen und Antriebsdaten für regionale Klimamodelle in der Arktis abgeleitet sowie die Evaluierung diese Modelle verbessert werden.

Ziele des Projekts

REKLIM setzt einen besonderen Schwerpunkt auf die für eine moderne Wissenschaft wichtigen Bereiche des Wissenstransfers und der Dialogprozesse mit der Gesellschaft. Dabei kommt eine Vielzahl von Aktivitäten zum Einsatz, die auf die Bedarfe und Anforderungen der jeweiligen Adressaten zugeschnitten und auch an die jeweilige wissenschaftliche Fragestellung angepasst sind. Besonderer Wert wird auf die gemeinsame Ideenentwicklung und Umsetzung mit der Wissenschaft gelegt.

Die heutige junge Generation ist diejenige, die in Zukunft von den Folgen der Klimaveränderungen besonders stark betroffen sein wird. Sie sind aber auch gleichzeitig gefordert zu erkennen, dass wir andere Lebensstile finden und Vermeidungs- und Anpassungsstrategien jetzt auf den Weg bringen müssen, da diese Maßnahmen nur sehr langfristig wirken. Es liegt noch zu wenig im Erfahrungs- und Erlebenshorizont vieler junger Menschen, Maßnahmen zu Klimaschutz und -anpassung als wichtige Bausteine für die eigene Zukunft zu begreifen und aktiv als Thema anzunehmen. Daher bedarf es einer frühen und intensiven Auseinandersetzung mit dieser gesellschaftlichen Herausforderung als Teil der eigenen Lebenswirklichkeit. Zielgruppe des Medienprojektes ist die heranwachsende Generation im Ausbildungsalter (16-30 Jahre).

Die Helmholtz-Klimainitiative REKLIM und die DEKRA Hochschule für Medien haben sich 2013 gemeinsam auf den Weg gemacht, den Prozess der Auseinandersetzung und der Bewusstseinsbildung für die Bedeutung dieses Themas für junge Menschen in gemeinsamen interdisziplinären Projekten anzustoßen. Ein erstes umfangreiches Medienprojekt hierzu konnte bereits 2014 im Rahmen einer vom REKLIM-Verbund organisierten internationalen Konferenz zum Thema „Our Climate – Our Future: Regional Perspectives on a Global Challenge“ realisiert werden.

Das Social Media Projekt von REKLIM und DEKRA Hochschule für Medien verfolgt die Ziele:

  • in einem interdisziplinären und interaktiven Projekt junge Menschen zur Auseinandersetzung mit dem Thema Permafrost und zur Bewusstseinsbildung für die Bedeutung der regionalen Klimaänderungen anzuregen,
  • durch die von den Studierenden entwickelten Medienprodukte eine Verbindung zwischen den wissenschaftlichen Arbeiten und einer breiten Öffentlichkeit zu ermöglichen,
  • einen Dialogprozess zwischen Wissenschaftler/-innen und Studierenden zu initiieren,
  • wissenschaftliche Inhalte über künstlerische und mediale Transferprozesse anschaulich und ansprechend einer breiten Öffentlichkeit, insbesondere jungen Menschen, näherzubringen, um sie für das Thema Klimawandel, hier am Beispiel Permafrost und den in Permafrostregionen stattfindenden regionalen Auswirkungen zu sensibilisieren,
  • einen Dialog- und Lernprozess zwischen den verschiedenen Disziplinen anzuregen
  • die praxisnahe Ausbildung junger Medienstudierenden zu unterstützen.

Statement von Prof. Dr. Michael Beuthner, DEKRA Hochschule für Medien:

Michael Beuthner„Praktische Medienprojekte wie dieses mit einem so bekannten Kooperationspartner sind für unsere Studierenden besonderer Ansporn und Herausforderung. Es gibt wohl kaum besser Möglichkeiten, sein zukünftiges Arbeitsfeld in den Medien besser auszutesten und gleichzeitig eine wichtige gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen. Und wenn das Ganze auch noch im Rahmen einer so wichtigen internationalen Konferenz stattfindet, dann zeichnet ein solches Kooperationsprojekt uns umso mehr aus.“

Statement von Dr. Klaus Grosfeld, Geschäftsführer des REKLIM Forschungsverbundes

Klaus Grosfeld„Der vom Menschen verursachte Einfluss auf das globale Klima ist eine der größten Herausforderungen der Zukunft, die auch heute bereits zunehmend ins Bewusstsein rückt und dessen Auswirkungen weltweit zunehmend sichtbar werden. Als Klimawissenschaftler und Geschäftsführer des Forschungsverbundes REKLIM ist es daher für mich ein besonderer Antrieb, das Wissen um die Ursachen und deren möglichen Folgen einer breiten Öffentlichkeit zu kommunizieren und für ein möglichst umgehendes Umdenken im Umgang mit unserer Natur und Erde einzutreten. Und gerade hier ist es die junge Generation, die die Auswirkungen des Klimawandels zunehmend spüren und die Folgen tragen wird. Ihnen eine breite Wissensbasis für ihre persönlichen aber auch gesellschaftlichen Entscheidungen bereitzustellen, ihnen bewusst zu machen, dass sie die handelnden Ebenen der Gesellschaft sein werden, die zukünftig mit den Folgen umgehen müssen und bereits heute dazu beitragen können, ein anders Verständnis dafür zu entwickeln, sehe ich als wichtige gesellschaftliche Aufgabe der Wissenschaft an. Mit dem interdisziplinären Social Media Projekt wollen wir hier einen Anfang machen, um über die modernen Kommunikationskanäle viele Menschen zu erreichen und mit ihnen in Dialog zu treten.“

Statement von Dr. Renate Treffeisen, Leiterin Klimabüro für Polargebiete und Meeresspiegelanstieg – realisiert für den REKLIM Forschungsverbund Klimaprojekte im Bereich des Wissenstransfers

renate-treffeisen-icop„Das Arbeiten in interdisziplinären Projekten ist eine besondere Herausforderung für alle Beteiligten, die viel Einsatz und Verständnis für die anderen Disziplinen erfordert. Sie birgt aber auch eine große Menge an positiven Potenzialen und das wunderbare Erlebnis, voneinander sehr viel zu lernen. Dieses Projekt ist mir besonders wichtig, weil wir mit jungen Menschen, mit ihren Medien und ihrer Sprache unsere wichtige Forschungsarbeit im Bereich des regionalen Klimawandels am Beispiel Permafrost gemeinsam mit ihnen nach außen in die Gesellschaft tragen können. Permafrost ist eine junge Wissenschaft. Von daher werden viele junge Nachwuchswissenschaftler/innen an der ICOP teilnehmen. Diese Chance sie mit den jungen Medienstudierenden zusammenzubringen, ist eine weitere wichtige Motivation für dieses Social Media Projekt. Ich wünsche mir noch viele derartige Projekte für die Zukunft“.

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